Haben Sie alles im Blick beim privaten Immobilienverkauf?

Geschrieben von Helmut Lindemann

Fehler beim privaten Immobilienverkauf kosten oft viel Geld und können richtig teuer werden.

 Es geht um viel Geld, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten. Machen Sie Fehler, so kann dies sehr teuer für Sie werden und es kann sogar zur Verhinderung eines Kaufabschlusses kommen.

Da der Immobilienverkauf oft eine emotionale, komplexe und zeitaufwendige Angelegenheit ist, möchten wir Ihnen die 7 größten Stolperfallen aufzählen, die beim privaten Immobilienverkauf sehr häufig vorkommen.

Enorme Unterschätzung des Aufwandes

Viele Immobilienbesitzer stürzen sich unvorbereitet in das „Abenteuer“ Immobilienverkauf, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, was konkret sie erwartet. Faktoren wie der finanzielle Aufwand, der zeitlicher Aufwand und die Einhaltung gesetzlicher Richtlinien, werden anfänglich nicht beachtet. Meistens fehlt es an einem tieferen Verständnis für die Einhaltung von organisatorischen Abläufen und deren Notwendigkeiten. Die ungenügende Vorbereitung ist Stolperstein Nummer 1 und nicht zu unterschätzen.

Unterlagen die fehlen oder nicht auf Ihre Richtigkeit überprüft sind

 Sehr oft fehlen Unterlagen vom Grundbuchamt, der Baubehörde oder den Versorgungsträgern, welche jedoch zum Verkauf zwingend notwendig sind. Es ist wichtig zu wissen ob Baulasten oder Grunddienstbarkeiten eingetragen sind und ob deren Fortbestand noch notwendig ist.

Ohne umfassende Unterlagen erhält der Käufer nur selten eine Finanzierung durch seine Bank. Fragen der Bank nach Kubikmeter-Umbauten-Raum, die Beschreibung des Ist-Zustandes der Immobilie und vieles mehr, sollten Sie beantworten können.

Falscher Verkaufspreis, ein Stolperstein mit Folgen

Ein falscher, zu hoher oder zu tiefer Verkaufspreis kann Ihnen viel Geld kosten. Es ist also notwendig, einen marktgerechten Verkaufspreis von Anfang an zu finden. Dazu benötigen Sie nicht die Aussagen der Nachbarschaft, sondern Erfahrung im Bewerten von Immobilien, den aktuellen Bodenrichtwert, den Bau-Index und die richtige Bewertungsmethode. Sind Sie hierbei unsicher, so nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch.

Qualitätsmängel bei den Vermarktungsunterlagen, wie z.B. dem Exposé

Eine lohnende Investition ist die Erstellung von gutgemachten Bildern, aussagefähigen Texten und eine verständliche immobilienbezogene Textbeschreibung. Ihr Hauptaugenmerk sollte auf den Bildern gerichtet sein, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein Muss ist heute die 360 Grad Ansicht Ihrer Immobilie sowohl in der Außen-, wie auch der Innenansicht.

Sind alle Faktoren für ein harmonisches Exposé berücksichtigt, ist dies ein Meilenstein im Verkauf.

Unzureichende Besichtigungsabläufe

Der alte Spruch, „Der erste Eindruck ist entscheidend“, gilt auch bei den Besichtigungen.

Home-Staging, ein Gewinnfaktor von bis zu 15%, ist gerade bei in die Jahre gekommene Häuser und Wohnungen von enormer Bedeutung. Der Käufer möchte nicht Ihren Wohn- und Lebensstiel übernehmen, sondern benötigt eine zukunftsorientierte Wohnvorstellung. Sollte Home-Staging nicht in Betracht kommen, so helfen oft kleine Veränderungen im Wohnumfeld um eine positive Atmosphäre zu schaffen. Unseren Kunden empfehlen wir daher unseren 10-Punkte-Plan zur Verkaufsoptimierung, welchen Sie bei uns kostenlos beziehen können.

Die Verkaufspreisverhandlungen

Nach einer erfolgreichen Erst-, oder Zweitbesichtigung kommt es nun zur Kaufpreisverhandlung. Hierfür ist es notwendig, sich eine passende Preisstrategie im Vorfeld festzulegen. Die Hürde der Kaufpreisverhandlung führt oft zu festgefahrenen Situationen, bei denen nur ein externer Vermittler die Situation bereinigen kann. Dies muss nicht zwangsläufig zu einer Preissenkung führen, denn ein professioneller Immobilienvermittler kennt diese Situationen und hat sie oft gemeistert.

Bonitätsüberprüfung und die Vermeidung einer Rückabwicklung

Sind alle Hemmnisse im Vorfeld der Kaufzusage beseitigt, steht nun der Notarvertrag an. Der Verkäufer und der Käufer sind immer gleichzeitig Schuldner gegenüber den Notarkosten. Haben Sie nicht mit geeigneten Maßnahmen überprüft, ob z.B. der Käufer auch zahlungsfähig ist, kann es u.a. zur Rückabwicklung des Notarvertrages kommen. Lassen Sie sich vom zukünftigen Käufer eine Bankbestätigung aushändigen und dies vor Beantragung eines Kaufvertrages. Beachten Sie das Geldwäschegesetz und die DS-GVO (Datenschutzgrundverordnung), dann steht einer reibungslosen Abwicklung nichts mehr im Wege.

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