Legionellen im Trinkwasser müssen Vermieter dem Gesundheitsamt melden

Geschrieben von Helmut Lindemann

Sind Sie Vermieter und versorgen die Wohnungen zentral mit einem Wasserspeicher, der mehr als 400 Liter fasst, dann müssen Sie das Trinkwasser

regelmäßig auf Legionellen prüfen lassen.

Eine kleine Ausnahme gibt es natürlich wie immer. Vermieter oder Eigentümer die ein Ein- oder Zweifamilienhaus vermieten, sind hiervon ausgenommen, es sei denn sie bieten gewerblich Duschen oder Trinkwasser an.

Entdeckt wurde der Umstand, dass sich Legionellen in Tanks oder Rohrleitungen sichtlich wohl fühlen und sich dementsprechend vermehren, als 2010 in Ulm 65 Personen eine Legionellen-Infektion erlitten und fünf davon starben.

Das war der Anlass, um die Trinkwasserverordnung zu reformieren und die Verantwortlichen u.a. Vermieter und Eigentümer in die Pflicht zu nehmen. Das Trinkwasser muss regelmäßig auf Legionellen überprüft werden. Die letzte Änderung in der Trinkwasserverordnung diesbezüglich, fand im Januar 2018 statt. Auf Wunsch stellen wir Ihnen die aktuelle Verordnung gerne zur Verfügung.

Versäumen Sie die regelmäßigen Prüfungen oder lassen diese ganz beiseite und es kommt zu verunreinigtem Wasser, hat dies strafrechtliche Konsequenzen.

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die aufgrund von Erkrankungen in den USA im Jahre 1979 identifiziert wurden. Hier starben 29 Personen an einer Lungenentzündung, hervorgerufen durch Legionellen.

Kommen diese Bakterien beim Duschen oder beim Genuss des Wassers in den Körper, verursachen sie fiberhafte Prozesse auf, welche oft tödlich ausgehen.

Untersuchungspflicht auf Legionellen

Die Änderungsverordnung vom 1.11.2011 für die Trinkwasserverordnung besagt, dass ein Eigentümer/Vermieter, welcher die Vermietung gewerblich betreibt, das Trinkwasser alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen lassen muss. Wie schon oben erwähnt, sind Vermieter von Ein- und Zweifamilienhäusern hiervon ausgenommen, solange sie nicht gewerblich Duschen oder Trinkwasser zur Verfügung stellen. Als Beispiel kann man hier die Vermietung von Ferienwohnungen heranziehen. In diesem Fall ist der Vermieter zur Untersuchungspflicht angehalten.

Welche Anlagen und in welcher Größenordnung die Trinkwasserbehälter sein müssen, um der Untersuchungspflicht zu genügen, ist wie immer in einer mehrseitigen Verordnung geregelt.

Wer muss was machen?

Vermieter, die entsprechende Anlagen betreiben und zur Verfügung stellen, müssen von einem Sachverständigen Wasserproben entnehmen lassen. Diese werden dann in hierfür zugelassenen Labors auf einen Legionellenbefall hin untersucht.

Sollten die zugelassenen Grenzwerte überschritten werden, muss der Vermieter den Befall bekämpfen. Dies ist u.a. mittels Bestrahlung, Erhitzung, Filterung oder chemischer Reinigung möglich. Erweitert wurde die Verordnung im Januar 2018 und besagt, dass Befall an die zuständige Behörde, dem Gesundheitsamt zu melden ist.

Gerne benennen wir Ihnen einen zugelassenen Sachverständigen und geben Ihnen Tipps, wie Sie diese Mehrkosten als Betriebsausgaben gelten machen können.

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