Haftung bei Mängel nach der Übergabe Veröffentlicht: 05. Mai 2016 Geschrieben von Helmut Lindemann Informationen zur Haftung bei Mängel nach der Übergabe Wenn bei der Übergabe einer Immobilie plötzlich Mängel auftreten, kann dies sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer kostenintensive Folgen haben. So ist es möglich, dass bei der Besichtigung alles in bester Ordnung war und bei der finalen Übergabe ein Mangel auffällt, wie beispielsweise, dass die Heizung nicht richtig funktioniert. Verkäufer gehen ein besonders hohes rechtliches Risiko ein, denn sie bleiben für plötzlich auftretende Mängel bis zu fünf Jahre ab dem Zeitpunkt der Übergabe haftbar. Doch mit entsprechender Vorbereitung wird auch ein solcher Stolperstein schnell und rechtssicher aus dem Weg geräumt. Der Kaufvertrag dokumentiert nicht nur den Deal. Er hat für Käufer und Verkäufer auch eine nicht zu unterschätzende rechtliche Schutzfunktion. Der Vertrag sollte alle bereits bekannten Mängel aufführen und genau regeln, wie beide Parteien bei später auftretenden Sachmängeln verfahren. Im Normalfall ist es so, dass bei Bestandsimmobilien ein so genannter Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag verankert wird. Dann haftet der Verkäufer nicht für später auftretende Sachmängel. Grundlage ist selbstverständlich, dass er sie nicht mit Absicht verschwiegen hat. Sollte zwischen notarieller Beurkundung des Kaufvertrages und Übergabe der Immobilie ein Mangel auftreten, haftet der Verkäufer. Erst mit der Übergabe einer Immobilie wird auch die Haftung für zufällige Mängel auf

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Mitglieder. Falls Sie bereits Mitglied sind, melden Sie sich bitte an. Neue Benutzer können sich hier unten registrieren.